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städtischer Wohnungsbau Lichtenberg

wolff:architekten realisierte in Berlin-Lichtenberg 52 neue städtische Wohnungen, größtenteils gefördert und mietpreisgebunden – durch den Ausbau bislang ungenutzter Trockenböden und die Aufstockung eines 1929 von Walter Borchard errichteten Gebäudekomplexes an der Liebenwalder-, Heiligenstädter- und Genslerstraße. Die vom Berliner Architekten Walter Borchard entworfene Siedlungsanlage setzte sich ursprünglich mit einem gerundeten Eckbau bis zur Landsberger Allee fort; dieser wurde im Zweiten Weltkrieg zerstört.

Eine besondere Herausforderung des Projekts bestand in der planerischen Auseinandersetzung mit den unterschiedlichen Baukonstruktionen und Bauschichten aus verschiedenen Epochen – von der originalen Bausubstanz über kriegsbedingte Reparaturen bis hin zu späteren Eingriffen. Darüber hinaus mussten Dachausbau und Aufstockung im bewohnten Zustand umgesetzt werden.

Durch die Nachverdichtung auf den bestehenden Dachflächen konnte auf zusätzliche Versiegelungen im charakteristischen, parkartig begrünten Innenhof verzichtet werden, der nach den Leitbildern der Moderne von „Licht, Luft und Sonne“ gestaltet wurde. Es musste kein einziger Baum gefällt werden, sodass die ursprüngliche städtebauliche Konzeption der Anlage erhalten blieb.

 

Obwohl das Gebäude nicht unter Denkmalschutz steht, wurden im Zuge der Instandsetzung von Fassaden und Treppenhäusern bauzeitliche Qualitäten und Oberflächen – von Holzgeländern bis zu Terrazzoböden – freigelegt, erhalten und restauriert. Das Projekt zeigt beispielhaft, wie sich ein Wohnungsbau der 1920er-Jahre mit seiner architektonischen Eigenart und gestalterischen Qualität behutsam weiterentwickeln lässt, um neuen, bezahlbaren Wohnraum zu schaffen.

wohnen

berlin lichtenberg

fertiggestellt 2026

2019 VOF Vergabeverfahren mit integriertem Planungswettbewerb ​

Zuschlag mit a++

HOWOGE

 

LPH 1-5 wolff:architekten 

LPH 5-8 DGI Bauwerk

Projektleitung 

Johannes Armanazi

Roland Wolff

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